Sechs Beispiele - drei Branchen. Konkret und auditierbar.
Jeder Fall ist anders - die Beispiele zeigen, worauf FIP regelmäßig stößt: Pro Befund Beleg-ID, Betrag, Konfidenz, Nachweis und Empfehlung. Drei Muster aus Lieferanten-Seite (AP), drei aus Kunden-Seite (AR), verteilt auf Handel, Industrie und Dienstleistungen.
Schon einige wenige substantielle Befunde decken typischerweise das Engagement-Honorar - manchmal schon ein einziger, bei 9.990 EUR Festpreis.
Methodische Tiefe (Reviewer-Validierung, fünf Hebel-Klassen, 5 Workflow-Stati): siehe /methode.
Typische Funde - drei Branchen.
Bandbreiten aus Branchendaten und unseren Pilotläufen. Konkrete Zahlen variieren mit Volumen, Branche und Prozess-Reife.
Handel
Großhandel · E-Commerce · Retail - typisch 25–250 Mio EUR AP+AR-Volumen
Befund
FIP fand 23 Buchungen über einen Zeitraum von 14 Monaten, bei denen identische Rechnungs-Positionen unter zwei verschiedenen Vendor-IDs eingebucht waren - ein Cross-Vendor-Doppelposten zwischen „Aurora Trading AG" und „Aurora Trading & Co" (identische Artikel-Nummern und Mengen, Buchungs-Abstand 3-11 Tage, erkannt per deterministischem Hash-Match auf Beleg-Ebene). Ursache: Lieferanten-Konsolidierung nach Akquisition, bei der der alte Vendor-Stammsatz nicht deaktiviert wurde. Einkauf erstellte weiter PO unter altem Stamm, Buchhaltung verarbeitete unter neuem.
Empfehlung
Erstattungs-Forderung an den konsolidierten Lieferanten stellen, Vendor-Stammdaten deduplizieren und den Freigabe-Workflow um eine Cross-Vendor-Prüfung ergänzen.
Befund
Kunde zog auf einer Rechnung über 144.000 EUR pauschal 3 % Skonto trotz Zahlungseingang 14 Tage nach Fälligkeit - Zahlungsziel war jedoch „14 Tage netto" (kein Skonto-Anspruch). FIP las Skonto-Anspruch aus AR-Buchungspattern + Vertragskonditionen.
Empfehlung
Nachforderung der unberechtigt abgezogenen 4.320 EUR via Standard-Klärungs-Mail. Plus: AR-Skonto-Check-Regel aktivieren, damit unberechtigte Abzüge automatisch im Klärungs-Workflow landen statt erst über Buchungs-Audit auffallen.
Industrie
Maschinenbau · Chemie · Automotive - typisch 50–500 Mio EUR AP+AR-Volumen
Befund
FIP las die Skonto-Disziplin aus den Zahlungsläufen - bei 41 % der skontofähigen Rechnungen wurde nach Skonto-Frist gezahlt. Die Vendor-Konditionen sind in den Stammdaten korrekt hinterlegt, doch die Zahlungsläufe folgen einem Wochenrhythmus, der mit den 14-Tage-Skonto-Fristen kollidiert. Verlust: 0,57 % auf das skontofähige Volumen über 12 Monate.
Empfehlung
Zahlungslauf-Frequenz für skontofähige Lieferanten auf täglich erhöhen und Abweichungen monatlich kontrollieren. Präventiver Hebel ca. 218.000 EUR/Jahr (Vergangenheit nicht zurückholbar).
Befund
Ausgangsrechnungen wurden über mehrere Monate unter aktuellem Vertragspreis fakturiert - eine Preisliste-Anpassung wurde nicht in das Faktura-System gespiegelt. FIP erkannte die Drift aus dem AR-Buchungspattern + Vertragspreisliste-Plausibilisierung.
Empfehlung
Nachforderung der Preisdifferenz für die letzten 12 Monate + Faktura-System-Update + Validation-Check zwischen Preisliste-System und Faktura-System aktivieren. Annualisiert ca. 50.000 EUR Recovery, plus Vermeidung künftiger Drift.
Dienstleistungen
Beratung · Engineering · IT-Services - typisch 15–150 Mio EUR AP+AR-Volumen
Befund
FIP las den Preis-Verlauf je Lieferant aus den Buchungen über 18 Monate. Bei 8 von 47 Lieferanten lag der durchschnittliche Rechnungspreis 3-11 % über dem vertraglich vereinbarten Listpreis - bei sonst identischen Konditionen. Ursache: vertragliche Mengenrabatte waren nicht automatisch im ERP hinterlegt, bei Lieferanten mit jährlicher Volumen-Staffel griff die Staffel-Klausel nicht.
Empfehlung
Rabattstaffeln im ERP nachpflegen, Gutschriften für den Rückwirkungs-Zeitraum bei 6 von 8 Lieferanten anfordern und einen Stammdaten-Sync-Prozess etablieren.
Befund
Ein Kunde erhielt durchgehend 10 % Staffel-Rabatt obwohl sein 12-Monats-Volumen unter der vertraglich definierten Schwelle für die 10 %-Staffel lag (er gehörte in die 5 %-Staffel). Stammdaten-Drift zwischen Vertragspreisliste und Faktura-System.
Empfehlung
Nachforderung der zu viel gewährten Rabatt-Differenz (5 Prozentpunkte × Faktura-Volumen) + Stammdaten-Bereinigung im Faktura-System + Quarterly-Check der Staffel-Zuordnungen aktivieren.
Was es kostet - und was zurückkommt.
Beispielrechnung für ein mittelständisches Handelsunternehmen mit 80 Mio EUR Umsatz. Konservative Annahmen, realistische Bandbreite.
Annahmen: PRGX Recovery Audit Reports, APQC Benchmarks, eigene Pilotläufe. Werte variieren branchen- und prozessabhängig.
30 Minuten Vorgespräch - kostenlos.
Wir stellen die Methode vor, zeigen Ihnen das Portal in einer kurzen Demo und beantworten Ihre Fragen. Danach besprechen wir den nächsten Schritt.